Frauen

In ihren ausdrucksstarken Bildern setzt sich die Malerin Silvia Schweitzer-Grützmacher mit dem Thema „Frau“ auseinander. Konflikte zwischen Mutter und Tochter; die Frau die zurück bleibt, wenn der Mann seine eigenen Ziele verfolgt; Angst in den Wirren des Krieges; das Mädchen oder die junge Frau, die ihren Weg finden will; …….

In den im Laufe der Jahre entstanden Frauenbilder fängt die Künstlerin die Stimmung eines weiblichen Menschen in verschiedenen, meist einsamen Situationen ein. Sie zeigt nicht die Stärke sondern die Verletzlichkeit der Frauen.

Ausstellung im Weltladen vom 05.05. – 08-06.2018

Vernissage mit Anwesenheit der Künstlerin Silvia Schweitzer-Grützmacher ist am 05.05.2018 um 11.00 Uhr im Weltladen Speyer, Korngasse 31.

Harte Arbeit für weiche Fasern – Arbeitsbedingungen in der indischen Baumwollproduktion

Vortrag von Sabine Ferenschild, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim SÜDWIND-Institut in Bonn, zum Thema Arbeitsbedingungen von Frauen.
Eine Kooperationsveranstaltung des Weltladen Speyers und der Volkshochschule Speyer. Dienstag 20.März 2018, 19.00 Uhr,  in der Villa Ecarius, Speyer

Weich und weiß – so sieht die Baumwollfaser aus. Kaum zu glauben, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, bis sie als T-Shirt oder Jeans in unseren Kleiderschränken landet. Doch wer pflanzt die Baumwolle an, wer erntet sie? Der Abend nimmt Sie mit auf indische Baumwollfelder und in indische Textilfabriken, die für europäische Textilfirmen produzieren.
Nach dem Film „Gefangen in der Baumwollkette“ (24 min.), der den Weg der Baumwolle von Indien nach Deutschland verfolgt, vermittelt der Vortrag einen Einblick in die Ansätze nachhaltiger Baumwollproduktion. Was ist eigentlich unter „nachhaltiger Baumwolle“ zu verstehen? Wie unterscheidet sie sich von Bio-Baumwolle und wie sind beide am Endprodukt zu erkennen?
Sabine Ferenschild ist Theologin und Sozialwissenschaftlerin, seit 2011 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim SÜDWIND-Institut in Bonn und vertritt SÜDWIND in der Kampagne für Saubere Kleidung und im Bündnis für Nachhaltige Textilien;
Schwerpunkte:
Arbeitsbedingungen in der Baumwoll-, Textil- und Bekleidungsproduktion, internationales Arbeitsrecht, Arbeitsmigration und Entwicklung.

Eine Kooperationsveranstaltung des Weltladen Speyers und der Volkshochschule Speyer.

Die Dinge beim Namen nennen – Gewalt gegen Frauen im Alltag

Vom 01.02. bis 08.03.2018 wird die interaktive Ausstellung im Weltladen und in der Stadtbibliothek in Speyer zu sehen sein. Die Ausstellung zeigt Beiträge zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen aus dem Blickwinkel des Alltags und aus der Sicht verschiedener Länder.

„Mehr als eine von drei Frauen weltweit werden in ihrem Leben geschlagen, zum Sex gezwungen oder anderweitig missbraucht. Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen sagt, dass der unsicherste Platz das eigene Zuhause ist?“ Das schreibt die Kunstkuratorin des World Bank Art Project Marina Galvani. Sie hat die bewegende Wanderausstellung zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ konzipiert, die seit 2014 unterwegs ist. Teile dieser Ausstellung, vor allem Fotografien, sind jetzt im Bonner Frauenmuseum zu sehen.

Die Künstlerinnen kommen aus der ganzen Welt, von Estland bis Papua Neuguinea. Ihre Bilder graben sich in das Gedächtnis ein. Da ist zum Beispiel eine Fotoserie „Mutter, Tochter, Puppe“ aus dem Jemen. Auf dem ersten Bild sieht man ein fröhliches Trio: Die Mutter lächelnd, westlich gekleidet, die kleine Tochter mit dunklen Locken, ohne Kopftuch, ihre Kleidung so bunt und fröhlich wie die ihrer Puppe. Dann wird es von Bild zu Bild dunkler, bis auf dem letzten Foto alle drei praktisch verschwunden sind, ganz in Schwarz gehüllt, voll verschleiert, unsichtbar.

Ausstellungseröffnung mit Ministerin Anne Spiegel und Bürgermeisterin Monika Kabs am Donnerstag, 01.02.2018, 17 Uhr, im Weltladen Speyer, Korngasse 31.
Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns bei ENGIE E&P Deutschland GmbH, Merz Elektrotechnik GmbH Speyer, Palatina GeoCon GmbH & Co KG, Soroptimist
International Club Speyer und der Sparkasse Vorderpfalz.
VeranstalterInnen: Fraueninitiativgruppe One Billion Rising Speyer in Kooperation mit dem Frauenhaus Speyer, dem Weltladen Speyer, der Stadtbibliothek Speyer,
der Volkshochschule Speyer, der Speyerer Freiwilligenagentur und dem Diakonischen Werk Speyer

MOOGOO – Creative Africa

Moogoo – Land aller Menschen

Moogoo (Mòogó) heißt in der Sprache der Mossi, der größten Ethnie Burkina Fasos, soviel wie Land der Moose; Land; Universum.

Es wird kein Unterschied im Wortgebrauch gemacht, ob vom eigenen Land, der Welt oder dem Universum gesprochen wird. Uns hat diese Idee gefallen und da auch wir Welten verbinden wollen, haben wir unserem Unternehmen diesen Namen gegeben. Moogoo – Land aller Menschen. Das Prinzip Moogoo’s ist auf 3 Säulen aufgebaut:

– dem fairen, nachhaltigen Handel von lokal hergestelleten Möbel & Dekoration Objekt

– dem modernem, ästhetischen Design dieser Kunstwerke

– dem interkulturellen Austausch zwischen Afrika und Europa.

Ausstellung von Möbeln und Wohnaccessoires aus Burkina Faso vom 17.11.2017 bis 06.01.2018 im Obergeschoss des Weltladen Speyer, Korngasse 31.

Das Prinzip Moogoo’s ist auf 3 Säulen aufgebaut:

– dem fairen, nachhaltigen Handel von lokal hergestelleten Möbel & Dekoration Objekt
– dem modernem, ästhetischen Design dieser Kunstwerke
– dem interkulturellen Austausch zwischen Afrika und Europa.

Fotos: Moogoo

„Wert der Arbeit“ – Workshop-Tag des Weltladens

Datum:            Samstag, 23.9.2017

Zeit:                 10.00 bis 20.00 Uhr

Ort:                 Friedrich-Spee-Haus, Edith-Stein-Platz 7, 67346 Speyer

 

Der Wert der Arbeit  – Veränderte Bedingungen, neue Möglichkeiten

Der Wandel von Arbeitsbedingungen und Erwerbsmöglichkeiten hat die Einstellungen zur Arbeitswelt verändert. Welchen Wert hat Arbeit heute? Wie haben sich Arbeitszufriedenheit und Berufsperspektiven verändert? Ist die Erwerbstätigkeit nach wie vor der Mittelpunkt des Lebens?

Diese und andere Fragen möchten wir gerne in 4 verschiedenen Workshops mit ihnen diskutieren. Wir möchten über neue Formen der Arbeit informieren und mit ihnen die Zukunft neu denken.

Die einzelnen Workshops sind:

  1. – Gemeinwohlökonomie / Gemeinwohlbilanz – Beispiele aus der Praxis
  2. – Bedingungsloses Grundeinkommen – was sagen die Machbarkeitsstudien?
  3. – Fair zu Mensch und Umwelt – Solidarische Landwirtschaft
  4. – Wie funktioniert der Welthandel? Planspiel „Geflügelexporte nach Ghana“

 

Tagesablauf:

10:00 bis 10:30 Uhr               Kaffee und Begrüßung

10:30 bis  13.00 Uhr               Gesprächskreise / Workshops (Teil 1)

13:00 bis 14:00 Uhr                Imbiss / Mittagessen

14:00 bis 16:00 Uhr                Gesprächskreise / Workshops (Teil 2)

16:00 bis 16:30 Uhr                Kaffeepause

16:30 bis 17:30 Uhr                Plenum / Zusammenfassung der Ergebnisse aller Workshops

ab 17:30                                 Ausklang – Austausch – Gespräche – Musik

 

  1. Gemeinwohlökonomie / Gemeinwohlbilanz – Beispiele aus der Praxis

Die Gemeinwohl-Bilanz misst Erfolg nach neuen Maßstäben:
Nicht der Finanzgewinn ist das Ziel, sondern die Mehrung des Gemeinwohls.

Der individuelle Beitrag zum Gemeinwohl wird auf Basis der Gemeinwohl-Matrix definiert und bewertbar gemacht. Das ermöglicht die systematische Betrachtung aller Aktivitäten aus einer 360°-Perspektive und schärft den Blick für das Wesentliche:

  • Was für Auswirkungen haben wirtschaftliche Aktivitäten auf die allgemeine Lebensqualität, heute und morgen?
  • Wird die Menschenwürde geachtet?
  • Wird soziale Gerechtigkeit gefördert?
  • Wird ökologische Nachhaltigkeit sichergestellt?
  • Wie transparent, solidarisch und demokratisch werden unternehmerische Ziele erreicht?

Dabei werden Punkte nur für solche Aktivitäten vergeben, die über die Erfüllung des gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen.

Herr Treiber von der Sonnendruck GmbH befasst sich seit 2013 aktiv mit der Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie. Ideale sind hier wichtiger als das Streben nach Rendite.
Bereits zum zweiten Mal hat die Druckerei  eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt und sich auditieren lassen. Was das genau bedeutet und wie dadurch das Unternehmertum lebt, beschreiben die Bilanzberichte sehr transparent.

Darüber werden Interessierte informiert und anhand konkreter Beispiele die Vorteile dieses Verfahrens verdeutlicht.

 

  1. Bedingungsloses Grundeinkommen – was sagen die Machbarkeitsstudien?

Welche emotionale und soziale Bedeutung ist mit dem Wert der Arbeit verbunden? Wieso wehren sich so viele gegen ein „Ende der Arbeit“? Ist es wirtschaftlich und psychologisch fundiert? Stürzt unsere Welt ein, wenn Menschen zur Arbeit nicht mehr gezwungen sind? Wir werden diese Fragestellungen in Zusammenhang mit der Idee des Grundeinkommens bringen. Erkenntnisse aus BGE-Experimente geben dabei eine erste Einsicht über die wirtschaftliche Machbarkeit aber auch über mögliche Konsequenzen auf unser Verhalten und unserem Alltag.

Nicolas Cuissot-Lecoeuche, 29 und derzeit Sprachlehrer, ist Absolvent eines deutsch-französischen Wirtschaftsstudiums. Auf Anfrage der Region „Nouvelle-Aquitaine“, die ein Grundeinkommen-Experiment plant, verfasste er ein Exposé mit dem Ziel wirtschaftliche und sozialpsychologische Effekte eines Grundeinkommens zu verbinden und zu bemessen. Seitdem ist er auch Mitglied der Expertengruppe, die von der Region für das Experiment gegründet wurde.

 

  1. Fair zu Mensch und Umwelt – Solidarische Landwirtschaft

In diesem Workshop lernen die TeilnehmerInnen nicht nur die tragenden Ideen der Solidarischen Landwirtschaft (kurz Solawi) kennen, sie erhalten auch praxisnahen Einblick in deren Umsetzung.

  • Sie besuchen eine Solawi, können mit Anbauer und Solawi-Aktiven vor Ort sprechen
  • Vertreter mehrerer Solawis in der Region stellen ihre verschiedenen Umsetzungsformen des Konzepts vor und stehen authentisch Rede und Antwort.

Den Hintergrund dieses Workshops bilden die Fragen:

  • Wer bestimmt darüber was wir essen?
  • Welche Landwirtschaft wünschen wir uns?
  • Brauchen wir einen sozialen und ökologischen Wandel in der Landwirtschaft?
  • Was können wir persönlich zu einer Ernährungswende beitragen?

 

  1. Wie funktioniert der Welthandel? Planspiel „Geflügelexporte nach Ghana“
  • Seit Jahren gibt es Kritik an den billigen Hähnchenfleisch-Exporten der EU nach Afrika. In der Regel sind das Reste aus der heimischen Produktion, die bei den europäischen Kunden, die am liebsten mageres Brustfleisch mögen, nicht so gut ankommen. Die Folge der besonderen Vorliebe der Europäer ist nicht nur, dass Zuchthühner heutzutage oft bizarre Proportionen aufweisen – mit imposanten Brüsten und mageren Beinen – sondern auch, dass große Mengen völlig einwandfreier Hähnchenschenkel in Europa quasi unverkäuflich sind. Gewiefte Händler suchen andere Abnehmer und finden sie in Afrika. Das Problem: Europas Reste werden dort so billig verkauft, dass die einheimischen Bauern nicht mehr mithalten können und pleitegehen. Das wird schon lange kritisiert. Dennoch haben sich die Exporte von Hähnchenfleisch aus der EU in afrikanische Länder seit 2009 fast verdreifacht.

Die Teilnehmer*innen können bei diesem Planspiel die Macht und die Ohnmacht der am Handel beteiligten Akteure erfahren und einschätzen. Durch das Rollenspiel reflektieren die Mitspieler*innen unterschiedliche Motivationen und Handlungsmöglichkeiten, die durch Lebensumstände, Machtverteilung und Abhängigkeiten entstehen.

Das Rollenspiel ist für 10 – 20 Teilnehmer*innen ausgelegt. Zunächst werden für den Ablauf notwendige Informationen gegeben, anschließend werden die Rollen verteilt und es wird eine internationale Handelskonferenz nachgestellt. In der Reflexion können Forderungen für einen gerechten Handel formuliert werden.

 

Der Beitrag für Teilnehmer*innen beträgt 10,-€. Die Anmeldung ist verbindlich. In dem Betrag sind ein Mittagessen, sowie Kaffe und alkoholfreie Getränke enthalten.

Anmeldung ist im Weltladen Speyer möglich oder unter weltladen-speyer@gmx.de

Bei Fragen wenden sie sich bitte an Cordula Hamburger Tel: 0176 43378853 ab 18.00 Uhr

Weggefährte – Malerei und Zeichnungen

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Ausstellung vom 10.Juni – 08.Juli 2017

Mit ihren ausdrucksstarken Bildern nimmt uns die koreanische Malerin Huiza Müller-Lim mit auf eine Reise ins alte Korea. Schöne, wertvolle und nützliche Stoffe hatten im Haushalt viele Funktionen: Sie isolierten vor Kälte, schirmten vor fremden Blicken ab oder wurden zu Kleidern genäht.  Bei der Hochzeit der Töchter dienten diese Stoffe als Koffer, Tasche oder Schatzkästchen. Darin verschnürt wurden alle Habseligkeiten, die dann im quadratisch verknoteten Stoffbeutel auf dem Kopf oder unter dem Arm getragen wurden. Das Tragen der Beutel war den Frauen überlassen. Die Stoffqualität war ein Zeichen der Herkunft. Es bleibt geheimnisvoll, welche Lebensgeschichten sich unter dem Knoten verbergen.

Ort der Ausstellung:        Weltladen Speyer, Korngasse 31, 67346 Speyer

Öffnungszeiten:                 Mo 14 – 18 Uhr, Di – Fr 10-18 Uhr, Sa 10-16 Uhr

Kult(o)urnacht 2017 – Ausstellung

Huiza Müller-Lim | Weggefährte

Malerei und Zeichnungen

Mit ihren ausdrucksstarken Bildern nimmt uns die koreanische Malerin mit auf eine Reise ins alte Korea. Schöne, wertvolle und nützliche Stoffe hatten im Haushalt viele Funktionen: Sie isolierten vor Kälte, schirmten vor fremden Blicken ab oder wurden zu Kleidern genäht.  Bei der Hochzeit der Töchter dienten diese Stoffe als Koffer, Tasche oder Schatzkästchen. Darin verschnürt wurden alle Habseligkeiten, die dann im quadratisch verknoteten Stoffbeutel auf dem Kopf oder unter dem Arm getragen wurden. Das Tragen der Beutel war den Frauen überlassen. Die Stoffqualität war ein Zeichen der Herkunft. Es bleibt geheimnisvoll, welche Lebensgeschichten sich unter dem Knoten verbergen.

Programm der Nacht

Ausstellung: Weggefährte

20.00 Uhr, 21.30 Uhr: Die Künstlerin führt durch die Ausstellung

19.00 Uhr, 20.30 Uhr, 22.00 Uhr, 23.30 Uhr:  Sonsuave | Musikalische Weltreise

Weltladentag 2017

Der Weltladentag ist der politische Aktionstag von Weltläden und findet immer am zweiten Samstag im Mai statt. Zeitgleich feiern die Fair-Handels-Akteure weltweit den Internationalen Tag des Fairen Handels/ World Fair Trade Day. 2017 findet der Weltladentag am 13. Mai und bereits zum 22. Mal statt. Kommen Sie zum Weltladen Speyer in der Zeit von 10.00 – 14.00 Uhr und genießen sie mit uns ein faires Frühstück.
2017 wird der Bundestag neu gewählt. Wir haben uns im Hinblick auf die Bundestagswahl überlegt, was uns aus Sicht des Fairen Handels aktuell am meisten am Herzen liegt. Gemeinsam mit dem Forum Fairer Handel haben wir drei Visionen des Fairen Handels für die Bundestagswahl formuliert:

Vision 1: Faire Arbeitsbedingungen weltweit!

Alle Menschen können weltweit in Würde arbeiten und sich dadurch einen guten Lebensstandard leisten.

Vision 2: Eine bäuerliche Landwirtschaft, die alle Menschen ernährt!

Die Landwirtschaft kann uns alle nachhaltig und ökologisch ernähren und ermöglicht den Bäuerinnen und Bauern weltweit ein gutes Auskommen.

Vision 3: Menschenwürdiger Umgang mit allen! 

Wir sind eine weltoffene, solidarische Gesellschaft, die lebenswerte Perspektiven für Schutzsuchende bietet und in der Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben.

Wir möchten unsere Zukunftsvisionen bis zur Wahl im September mit möglichst vielen Menschen teilen und diskutieren. Gleichzeitig wollen wir den Sommer nutzen, um unsere politischen Anliegen bei den Kandidat/innen für die Bundestagswahl bekannt zu machen und herausfinden, ob sie sich in den nächsten vier Jahren für unsere politischen Forderungen einsetzen wollen.

In neun Kernforderungen fassen wir zusammen, welche politischen Maßnahmen in der neuen Legislaturperiode zur Verwirklichung unserer Visionen beitragen würden:

  1. Arbeits- und Menschenrechte weltweit schützen
  2. Fairer Handel statt Freihandel
  3. Faire Beschaffung zum Standard machen
  4. Entwicklungspolitik muss Kleinbäuer/innen fördern
  5. Eine Agrarpolitik, die eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft fördert
  6. Konzernmacht eindämmen und unfaire Handelspraktiken verbieten
  7. Eine humane und integrative Asylpolitik mit fairen Asylverfahren
  8. Ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben für Geflüchtete
  9. Ein gutes Zusammenleben ohne Rassismus und Diskriminierung fördern

Komm zu Fairstrickt

clipart_breien_animaatjes-42Dienstag 11. April 2017 , Beginn19:30

Slow Fashion. Sich die selbergestrickte Mütze auf den Kopf zu setzen macht glücklich. Gemütlich sitzen wir bei Wein und Tee zusammen, stricken, häkeln und klönen. Wer noch nicht stricken oder häkeln kann, kann es hier lernen. Vorbeikommen und mitmachen. Einfach so, ohne Anmeldung und Kosten. Freuen könnt ihr euch darauf ab jetzt jeden zweiten Dienstag im Monat.

Treffpunkt: Weltladen Speyer, Korngasse 31, 67346 Speyer

Hier drückt der Schuh – Change your shoes

Foto_Change your Shoes

Jeder trägt sie, jeder braucht sie: Schuhe. In den letzten Jahren sind die Preise gefallen, die Modelle wurden immer vielfältiger. Und obwohl viele Menschen in Europa eine nachhaltige Produktion für wichtig halten, ist den wenigsten die Problematik in der Produktion von Alltagsschuhen bewusst: In den Gerbereien wird mit toxischen Chemikalien das Leder produziert. Ca. 85 % des Leders wird mit Chrom gegerbt, das in den Produktionsländern des Südens verheerende ökologische und gesundheitliche Folgen hat. In den Schuhfabriken verdienen die Beschäftigten oft nur einen Bruchteil eines existenzsichernden Lohnes, arbeiten viele Stunden bis zur völligen Erschöpfung in gesundheitsgefährdender Umgebung. Im Rahmen der Kampagne Change Your Shoes arbeitet Südwind gemeinsam mit 17 Partnerorganisationen an der Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in der Lederverarbeitung und Schuhproduktion mit einem besonderen Fokus auf China, Indien, Indonesien und Italien.

Anton Pieper ist Politikwissenschaftler, 2010 – 2014 Referent bei der Menschenrechtsorganisation FIAN, seit 2015 Referent beim SÜDWIND Institut, vertritt SÜDWIND in der Kampagne Change Your Shoes; Schwerpunkte: Arbeitsbedingungen in der Schuh- und Lederproduktion, Unternehmensverantwortung, Arbeits- und Menschenrechte.

Foto: SÜDWIND

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