Die Dinge beim Namen nennen – Gewalt gegen Frauen im Alltag

Vom 01.02. bis 08.03.2018 wird die interaktive Ausstellung im Weltladen und in der Stadtbibliothek in Speyer zu sehen sein. Die Ausstellung zeigt Beiträge zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen aus dem Blickwinkel des Alltags und aus der Sicht verschiedener Länder.

„Mehr als eine von drei Frauen weltweit werden in ihrem Leben geschlagen, zum Sex gezwungen oder anderweitig missbraucht. Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen sagt, dass der unsicherste Platz das eigene Zuhause ist?“ Das schreibt die Kunstkuratorin des World Bank Art Project Marina Galvani. Sie hat die bewegende Wanderausstellung zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ konzipiert, die seit 2014 unterwegs ist. Teile dieser Ausstellung, vor allem Fotografien, sind jetzt im Bonner Frauenmuseum zu sehen.

Die Künstlerinnen kommen aus der ganzen Welt, von Estland bis Papua Neuguinea. Ihre Bilder graben sich in das Gedächtnis ein. Da ist zum Beispiel eine Fotoserie „Mutter, Tochter, Puppe“ aus dem Jemen. Auf dem ersten Bild sieht man ein fröhliches Trio: Die Mutter lächelnd, westlich gekleidet, die kleine Tochter mit dunklen Locken, ohne Kopftuch, ihre Kleidung so bunt und fröhlich wie die ihrer Puppe. Dann wird es von Bild zu Bild dunkler, bis auf dem letzten Foto alle drei praktisch verschwunden sind, ganz in Schwarz gehüllt, voll verschleiert, unsichtbar.

Ausstellungseröffnung mit Ministerin Anne Spiegel und Bürgermeisterin Monika Kabs am Donnerstag, 01.02.2018, 17 Uhr, im Weltladen Speyer, Korngasse 31.
Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns bei ENGIE E&P Deutschland GmbH, Merz Elektrotechnik GmbH Speyer, Palatina GeoCon GmbH & Co KG, Soroptimist
International Club Speyer und der Sparkasse Vorderpfalz.
VeranstalterInnen: Fraueninitiativgruppe One Billion Rising Speyer in Kooperation mit dem Frauenhaus Speyer, dem Weltladen Speyer, der Stadtbibliothek Speyer,
der Volkshochschule Speyer, der Speyerer Freiwilligenagentur und dem Diakonischen Werk Speyer