Banane

Die Nachfrage nach tropischen Früchten wächst. Die Macht der Supermarktketten und multinationalen Fruchtkonzerne auch. Doch die Bedingungen für die Produzenten und Arbeiter*innen in den Ländern des Südens sind häufig schlecht. Um das zu ändern, müssen Regierungen und Unternehmen weltweit aktiv werden. Zu den wichtigsten Beispielen zählen Bananen und Ananas. Bananen sind die meistgehandelten Früchte weltweit und werden in mehr als 150 Ländern angebaut. Jährlich werden rund 110 Millionen Tonnen Bananen produziert. BananFair setzt sich gemeinsam mit 18 Organisationen aus aller Welt im Rahmen der internationalen Kampagne Make Fruit Fair! für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein. Nicht – Regierungsorganisationen (NGOs) aus Europa arbeiten in enger Partnerschaft mit Kleinbauen-Verbänden und Plantagenarbeiter – Gewerkschaften aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Hunderttausende Menschen, die jene tropischen Früchte anbauen, ernten und verpacken, die wir täglich kaufen.

Nur ein Fünftel aller Arbeiter*innen in der Bananenindustrie sind Frauen. Während Kleinproduzentinnen fast alle Arbeiten übernehmen, werden Arbeiterinnen auf den Großplantagen hauptsächlich in der Verpackstationen beschäftigt. Dort sind die Arbeitstage bis zu 14 Stunden lang. Überstunden werden oft nicht abgegolten. Für die Arbeiterinnen ist es besonders schwierig, sich gewerkschaftlich zu organisieren und für ihre Rechte einzutreten. Am Arbeitsplatz sind sie oft Opfer von sexueller Diskriminierung und Übergriffen. Unternehmen sehen sie wegen ihrer Mitterschutzrechten als “kostenträchtige Hochrisiko –Beschäftigte“ an.

Die Banenwertschöpfungskette von Ecuador nach Deutschland

100 % = 3 €

6,7 % Löhne der Arbeter* innen

6,1 % Produzenten

5,5 % Exporteure

23,9 % Importeure

11,8 % Zoll

11,4 % Großhandel und Reiferei

34,6 % Einzelhandel

(Berechnungen von BASIC 2014)

Unser Lieferant BanaFair

BanaFair ist eine entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation mit drei Arbeitsschwerpunkten:

  1. Fairer Handel mit kleinbäuerlichen Produzent*innen, der sowohl den Bauernfamilien wie den Verbraucher/innen eine konkrete und nachhaltige Alternative bietet;
  2. Bildungs-, Öffentlichkeits-, Kampagnen- und Lobbyarbeit zu den Bedingungen, unter denen Bananen (u.a. Südfrüchte) weltweit produziert und vermarktet werden.
  3. Finanzielle Unterstützung von Programmen von Partnerorganisationen in Lateinamerika und der Karibik (Schwerpunkte: Arbeits- und Menschenrechte, Ernährungssicherung, Ökologisierung der Bananenproduktion).

BanaFair ist Mitte der 80er Jahre aus der Nicaragua-Solidaritätsbewegung hervorgegangen. Der gemeinnützige Trägerverein wurde 1989 gegründet. Seit 1993 unterhält BanaFair ein Verbindungsbüro in Lateinamerika.

BanaFair ist Gründungsmitglied des Forum Fairer Handel www.forum-fairer-handel.de in Deutschland sowie des seit 1993 bestehenden europäischen Netzwerkes von Nicht-Regierungsorganisationen EUROBAN (European Banana and Agro Industrial Action Network).

Unser Banentisch

Foto: Andreas Brey