Honig

Am 20. Mai findet der Weltbienentag statt: Der Erhalt der Bienenpopulationen ist wichtig für die weltweite Ernährungssicherheit und Biodiversität. Sehen Sie sich in unseren und anderen Social-Media-Kanälen um und nutzen Sie diesen Tag als öffentlichen Anlass, um fairen Honig auf Ihren Online-Auftritten bekannt zu machen!

Von der Wabe bis ins Glas – fair und transparent

Honig gehört für viele z. B. zum Sonntagsfrühstück dazu wie Brötchen oder Kaffee. Mit unseren neuen fairen Bio-Honigen genießen Sie reine Naturprodukte – vom flüssigen Orangenblütenhonig bis zur cremigen Wildblüte. Vor allem in Deutschland ist der süße Brotaufstrich beliebt: Rund ein Kilogramm Honig konsumiert jede/r pro Jahr. Obwohl es immer mehr Hobby- oder Teilzeit-Imker*innen in Deutschland gibt, kann der hohe Honig-Bedarf hierzulande nur durch Importe aus dem Ausland gedeckt werden. Deutscher Honig erfüllt nur 30 Prozent der Nachfrage. Einen Teil dieser Lücke möchten wir schließen unter dem Motto: #HoneyBeFair. Hier kommt die GEPA ins Spiel: Der hochwertige Bio-Honig für unser neues Sortiment stammt vorwiegend von unseren langjährigen Partnern Guaya’b aus Guatemala und Tzeltal Tzotzil aus Mexiko. Er entspricht selbstverständlich allen Kriterien der Deutschen Honigverordnung. Durch den Fairen Handel haben die Mitglieder der Imkergenossenschaften die Chance auf ein würdevolles Leben, die Bienenhaltung trägt zur Ernährungssicherheit für viele Familien bei und ermöglicht neben dem Kaffeeanbau ein zusätzliches Einkommen. Außerdem trägt die Imkerei zu Artenvielfalt, zum Klimaschutz und auch zur Klimagerechtigkeit bei. Daher steht unser Honigsortiment ganz besonders für Natürlichkeit, Vielfalt und Klimaschutz. Honig gehört als beliebter Klassiker zu den Produkten im Fairen Handel, die es bereits mit am längsten gibt. Um die Bedeutung dieses hochwertigen und vielfältigen Produktes neu in den Fokus zu rücken, haben wir unser Sortiment komplett überarbeitet: „Mit der Umstellung auf Bio, angepassten verbraucherfreundlichen Glasgrößen, neuem attraktivem Design und einer großen Geschmacksvielfalt von flüssig bis cremig, Sorten- oder Mischhonig ist für jede und jeden vom Einpersonenhaushalt bis zur Familie etwas dabei“, erklärt Alexandra Bleuel, GEPA-Sortimentsmanagerin Honig. „Beim ‚Honig-Trio‘ haben wir von Plastikverpackung auf nachhaltigeren Karton umgestellt – es eignet sich hervorragend als Geschenk und ist jetzt durch die Kartonage auch bruchsicherer“.

Klimaneutraler Honig

Und in Sachen Nachhaltigkeit gehen wir jetzt noch weiter: Unsere Honige werden bei unserem Verarbeiter mit 100 Prozent Ökostrom abgefüllt und das gesamte Sortiment ist jetzt von der Produktion bei unseren Handelspartnern bis zum Vertrieb in Deutschland klimaneutral! Die Kompensation findet über die Klima-Kollekte statt.

Umstellung auf Bio-Qualität

Eine zentrale Rolle spielt beim neuen Sortiment die Bio-Umstellung. Bis auf einen gibt es jetzt alle 14 GEPA-Honige in zertifizierter Bio-Qualität. Schritt für Schritt sind wir über die letzten Jahre mit unseren Handelspartnern diesen Weg gegangen und können daher jetzt ein ganzes Sortiment als „bio“ präsentieren. „Zum Beispiel war der Guatemala-Honig bereits seit 2019 bio-zertifiziert, aber wir haben mit der Kennzeichnung bis jetzt gewartet. Nur einen einzigen Honig neu auszuloben – das wäre untergegangen“, so Annika Schlesinger, GEPA-Einkaufsmanagerin für Honig.

Wie hat die GEPA dabei unterstützt?

1. Durch den Handelspartnerfonds – z. B. Übernahme Kosten für Beratungen/Schulungen

2. Durch Zahlung der Bio-Zertifizierung an sich – z. B. bei Guaya’b/Guatemala

3. Durch eine Extra-Prämie für Honig in Umstellung, um die höheren Kosten aufzufangen.

Was heißt das für Verbraucherinnen und für die Imkerinnen bei unseren Partnern z. B. in Guatemala und Mexiko? Verschiedene Kriterien entscheiden darüber, ob ein Honig als bio ausgelobt werden kann. Zum Beispiel sollen im Umkreis von drei bis fünf Kilometern möglichst Bio-Flächen liegen. Noch zentraler ist aber der Umgang mit dem Bienenvolk. Erlaubt ist nur die Fütterung der Bienen mit Bio-Zuckerwasser, der Bienenkönigin dürfen nicht die Flügel beschnitten werden, Bienenkästen müssen aus Naturmaterialien bestehen und gegen die Varroa-Milbe können nur natürliche Mittel eingesetzt werden. Jede Charge des Honigs wird hier bei uns auch vor und nach der Verschiffung nochmal entsprechend auf Rückstände getestet – so gewährleisten wir, dass Sie Ihren Kund*innen ein unbelastetes Naturprodukt anbieten können.

Von der Wabe bis ins Glas – fair und transparent:

Wir legen großen Wert auf unsere Transparenz – anders als bei vielen anderen Honigen und Mischungen informieren wir, welcher Honig von welchem Handelspartner und aus welchem Land bei uns ins Glas kommt. Mit der Nennung beispielhafter Partner auf dem Produkt geht die GEPA auch über die allgemeine Kennzeichnungsvorschrift „Nicht-EU-Landwirtschaft“ hinaus. „Wir sind stolz auf unsere hervorragende Honig-Kompetenz, die sich in der großen Bandbreite von besonderen Provenienzen, Sortenhonigen und der Vielfalt unseres Angebotes in Bio- und fairer Qualität zeigt. Damit heben wir uns auch aus der Masse des Honigmarktes heraus“, sind sich Einkaufsmanagerin Annika Schlesinger und Sortimentsmanagerin Alexandra Bleuel einig.

Wer bekommt eigentlich was?

Der cremige Bio-Hochlandhonig aus Mexiko gehört zu unseren beliebtesten Honigen. Mit dem Kauf dieses hochwertigen Bio-Honigs von Fair Trade-Pionier GEPA unterstützen Sie die Imkerfamilien vor Ort. Gleichzeitig ist das Ihr persönlicher Beitrag zu Klima- und Artenschutz. #HoneyBeFair!*

100 % = 6,49 €

26 % = 1,69 € Handelspartner (Kleinbauern-Organisationen aus Mexiko)

12 % = 0,80 € Import, Abfüllung + Analyse (Zoll, Fracht, Lager, Material)

7 % = 0,43 € Steuern + Lizenzen (MwSt., Grüner Punkt)

22 % = 1,45 € GEPA (Vertrieb, Personal, Raum)

33 % = 2,12 € Groß- und Einzelhandel (Weltläden, Lebensmittel-, Bio-, Naturkost- und Großhande)

*Alles rund ums neue GEPA-Honigsortiment: www.gepa.de/honeybefair

Das Plus unseresHonigs

Partnerschaft auf Augenhöhe, Unterstützung von Kleinbauern, Imkern und ihren Familien, Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Klimaschutz – und natürlich: köstlich-faire Spitzenqualität.

Produkte mit Gesicht

+ direkt gehandelt – transparente Lieferkette: Von der Wabe bis ins Glas fair – wir kaufen direkt bei den Genossenschaften und wissen, woher der Honig kommt

Verarbeitung

+ 100 Prozent klimaneutral: Von der Wabe bis ins Regal ist das gesamte Sortiment klimaneutral**

+ 100 Prozent Ökostrom: Unser Abfüller verwendet 100 Prozent Ökostrom

+ schonende Verarbeitung:wenige Verarbeitungsschritte

+ rein und unbehandelt:Alle GEPA-Honige sind reine Naturprodukte, ohne jegliche Zusätze. Nach deutscher Honig- verordnung darf Honig nichts hinzugefügt und auch nichts entzogen werden

GEPA

+ reinvestiert Gewinne in den Fairen Hande

+arbeitet mit kleinen Organisationen zusammen, die z.T. noch nie exportiert haben

+ kauft ausschließlich von Kleinbauern- organisationen

+ die GEPA-Zentrale arbeitet mit 100 Prozent Ökostrom

** Das gesamte Honig-Sortiment ist von der Produktion bei unseren Handelspartnern bis ins Regal in Deutschland klimaneutral. Die CO2-Emissionen kompensiert die GEPA über die Klima-Kollekte. Weitere Infos: www.klima-kollekte.de

Was kommt beim Imker an?

Wir kaufen unseren Honig bei Kleinbauern-Kooperativen. Was wird davon an die Imker*innen ausbezahlt und wie profitieren sie sonst noch vom Fairen Handel? Unser Beispiel zeigt, wie die Kooperative Tzeltal Tzotzil* in Mexiko das Geld einsetzt. Ursprünglich war Tzeltal Tzotzil ein reiner GEPA-Honig-Partner, seit einigen Jahren vermarktet die Genossenschaft auch Kaffee. Das junge Team der Genossenschaft will die Imkerei und damit den Honig wieder stärken.

100 % = US $ 3.720,00

70 % = US $ 2.600,00 Auszahlung an die Imker

5 % = US $ 200,00 Investitionen in Gemein-schaftsprojekteaus der Fairtrade-Prämie

25 % = US $ 920,00 Weitere Ausgaben der Genossenschaft (z.B. Personalkosten, Zinsen, Zertifizierungskosten, Instandhaltung von Gebäuden und Geräten.

* Benannt wurde diese Organisation nach zwei indigenen Bevölkerungsgruppen – den Tzeltal und den Tzotzil. Die Mehrheit ihrer Mitglieder gehört zu einer dieser Gruppen

Für welcheGemeinschafts-projekte wurde die Fairtrade-Prämieverwendet?

+ Kauf von Honigfässern für den Export

+ Abholung des Honigs bei den Imkern und Transport zur Genossenschafts-Zentrale

+ Anschaffung von Imkerwerkzeug und Schutzkleidung

Weitere Projekte der Genossenschaft

Akquise von Neu-Imkern

+ junge Familienmitglieder werden von den Agrartechnikern zu Imkern ausgebildet

+ jeder Neu-Imker erhält Schutzkleidung und 2-3 Bienenstöcke (bezahlt aus dem GEPA- Handelspartnerfonds)

+ das Imkern ist eine zusätzliche Einnahmequelle

Arbeitsplätze für die junge Generation

+ erwachsene Kinder der Mitglieder sind nicht nur Imker. Nach dem Agrar-Studium können sie z.B. als technische Berater*innen für die Genossenschaft arbeiten

+ dadurch wird die Abwanderung ins Ausland und in die Städte verhindert

+ Rückkehrer aus den USA und den Städten haben wieder eine konkrete berufliche Perspektive in ihrer Heimat

Baumschule und Aufforstung**

Anzucht von Obstbaum-Setzlingen. Die Obstbäu-me sind Nahrungsquelle für Mensch und Biene

+Erneuerung der Kaffeesträucher

+ Pflanzung von Nutzhölzern

** Klimawandel und Rodung führten zu einem starken Rückgang von Blüten; die Aufforstung ist wichtig für die Ernährungssicherheit.

Was bezahlen wir für den Honig?

Mindestens genauso wichtig wie die Zahlung eines fairen Preises sind die sozialen und nachhaltigen Gemeinschaftsprojekte der Genossenschaft, die den Mitgliedern und ihren Familien ganz besonders zugute kommen. Die GEPA ist ein verlässlicher Partner und trägt dazu bei, dass sich Genossenschaften wie Tzeltal Tzotzil weiter entwickeln können, z.B. in Sachen Bio-Anbau.

GEPA-Preis

Faire Preise sind das eine, die Stärkung der Genossenschaft das andere. Die GEPA trägt maßgeblich dazu bei.

US $ 3.720,-Für eine Tonne Bio-Honig:

Ergeben sich aus: US $ 3.150 Fairtrade-Mindestpreis inkl. Fairtrade-Prämie

+

US $ 570Die GEPA hat in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt US$ 570 mehr bezahlt als der Fairtrade-Mindestpreis vorgibt.

Fairtrade- Mindestpreis nach Fairtrade-Kriterien

US $ 3.150,- * Für eine Tonne Bio-Honig inkl. $ 200 Fairtrade-Prämie

* Für Honig gibt es keine Börsenpreise, ausschlaggebend für die Höhe des Honigpreises sind die Marktpreise. Wenn diese über Fairtrade-Mindestpreis liegen, werden auch hier entsprechend höhere Preise bezahlt.

Musterkalkulation erstellt: März 2021